(2744)

Stonex NMEA-Ausgabe über RS232/Bluetooth

Aktualisiert/erstellt am 05.11.2021/15.10.2021 (2744)

Datenausgabe über RS232 und Bluetooth

Zwecks Anschluss an externe Sensoren können Stonex GNSS-Empfänger der S700/S850/S900-Serien ihre Positionsdaten als NMEA-Messages über eine serielle Schnittstelle (RS232) via Kabel ausgeben. Dieselbe Ausgabe erfolgt parallel dazu via Bluetooth. Eine separate Konfiguration ist derzeit (10/2021) nicht möglich. Der SC600A verhält sich anders, siehe dort.

Die Konfiguration erfolgt entweder über das

  • Webinterface (Web UI) auf den Empfängern S9i, S10, S700A,S850A,S900,S900A,S980A,S990A oder über
  • Cube-connector (Android-App, kostenfrei, auf USB-Stick im Lieferumfang)

Cube-a kann die serielle Schnittstelle des GNSS-Empfängers zwar konfigurieren, ist aber dann selbst nicht mehr vollwertig einsetzbar, da Cube-a eine Vielzahl von NMEA-Messages selbst benötigt.

Die NMEA-Ausgabe erfolgt an der …

  • 5-poligen Gehäusebuchse am S700A und S850A, am S900 abhängig von Baureihe und Firmware
  • 7-poligen Gehäusebuchse am S900A und S900 (abhängig von Baureihe und Firmware)
  • DB26-Stecker am SC600A (2x RS485, 1x RS232)

Steckerbelegung auf Anfrage!

Konfiguration über das Webinterface

Hierfür wird lediglich ein Rechner, Tablet oder Smartphone mit beliebigem Betriebssystem, WLAN und einem Browser benötigt. Wir empfehlen diese Methode, da neben den NMEA-Messages auch die Baudrate angepasst werden kann. Für NTRIP verwenden Sie das interne LTE-Modem.

Konfiguration über Cube-connector

Version 4.3 – Der Cube-connector ist quasi der Konfigurator von Cube-a mit dem gleichen look-and-feel. Die NMEA-Ausgabe über die serielle/Bluetooth-Schnittstelle lässt sich konfigurieren, es werden aber, abhängig von Empfängermodell und Firmware, u.U. noch weitere herstellerspezifische Messages ausgegeben, die ev. erst nach einem Neustart des Empfängers verschwinden. Bei jeder neuen Verbindung des Connectors mit dem Empfänger wird die Ausgabe auf Standard zurückgesetzt.

Verwenden Sie niemals Webinterface und Cube parallel. Wurde per Webinterface konfiguriert, muss nach dem Einsatz von Cube die Konfiguration im Webinterface wieder neu hergestellt werden (z.B. durch Speichern/Upload).

Die Position wird vom Sensor nicht erkannt?

Dies kann mehrere Ursachen haben:

  • Schnittstellenparameter am Sensor-Controller und GNSS-Empfänger passen nicht zueinander (Stonex: 8bit, no parity, 1 stopbit, Baudrate variabel)
  • Es stören herstellereigene Messages zwischen den GGA-Messages (Kontrolle per Terminalsoftware)
  • Das Kabel ist defekt oder Rx/Tx-Leitungen umgekehrt angeschlossen (z.B. durch Zwischenschalten eines unpassenden Genderchangers statt Nullmodemadapter)
  • Es werden Daten ausgegeben, die die Empfängersoftware nicht interpretieren kann (z.B. negative Höhen)
  • Das RS232-Signal kommt mit Delay oder ist elektronisch “unsauber” – hier konnte in der Vergangenheit ein Firmware-Update helfen oder ein Wechsel von 7-pol auf 5-pol-Steckverbinder.

Es gibt einen Versatz …

Die mangelhafte Synchronisation von GNSS-Position und realer Position des Sensors, z.B. bei bewegten Messsystemen, ist eher die Regel als die Ausnahme. Wenn die üblichen Methoden nicht helfen (Kabelüberprüfung, möglichst geringe Auslastung des Messrechners, höhere Positionsausgaberate, geeignetere Algorithmen, Verwendung eines speziellen externen “Synchronisators”), kann ein GNSS-Empfänger mit pps-Ausgang (oder Event-Eingang) verwendet werden, z.B. SC600A oder S980A/S990A.